barfuß laufen – Tipps und Info’s

Das oft als „Natural Running“ bezeichnete Laufgefühl erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Barfuß laufen ist nicht nur ein schönes Gefühlserlebnis, sondern sollte auch seinen Platz im Trainingsplan von jedem ehrgeizigen Sportler haben.

Ob nur just for fun, als Teil des Trainings oder auch aus gesundheitlichen Gründen …

… Barfuß laufen sind angesagter denn je …

 

Ich selbst bin seit Jahren ein großer Lauffan und nehme regelmäßig an Wettkämpfen teil. Den Trend zum barfuß laufen finde ich einfach super. Doch warum man barfuß laufen sollte, welche Vorteile man hat und worauf man achten sollte, möchte ich Ihnen auf den folgenden Seiten vorstellen.

barfuß laufen

Warum  ist barfuß laufen gesund?

Barfuß laufen bietet nicht nur ein schönes Gefühlserlebnis, sondern ist besonders gut geeignet um die Fußmuskulatur zu stärken. Insbesondere für Kinder und Jugendliche ist gelegentliches barfuß laufen zu empfehlen. Die Fußmuskulatur kann sich so optimal entwickeln und Symptome wie Platt- oder Senkfüße vermieden werden. Genau diese Symptome sind jedoch heutzutage weit verbreitet.

 

Doch was ist ein Senkfuß eigentlich?

Als Senkfuß bezeichnet man die Absenkung des Längsgewölbes des Fußes. Ursache für diese Fehlstellung ist meist eine zu schwache Fußmuskulatur. Somit kann das Fußgewölbe nicht durch die Muskulatur gestützt werden und sackt bei Belastung nach unten ab. Liegt der Fuß bei Belastung sogar komplett auf, liegt die Extremform des Plattfußes vor. Durch eine immer bewegungsärmere Gesellschaft und eine Ruhigstellung der Füße durch festes Schuhwerk, wird ein Mindestmaß an erforderlicher Bewegung häufig nicht erreicht. Sehr häufig sind also Menschen mit einem bewegungsarmen Alltag von diesen Problemen betroffen.  Die Bänder, Sehnen und Muskeln der Füße sind somit oft falsch belastet oder schlicht untertrainiert. Die Ursachen für solche Fehlstellungen beginnen oft schon in der Kindheit.

Mehr zum Thema „barfuß laufen für Kinder“ gibt es hier …

 

Wegen unzureichender Dämpfung durch ein eingesunkenes Fußbett, treten als Folgen eines Senkfußes oder Plattfußes oft Überlastungsschmerzen auf. Diese machen sich häufig in Form von Knieschmerzen, Bandscheiben- und Rückenproblemen bemerkbar.

 

Kann man diese Schmerzen durch barfuß laufen vermeiden?

Die ideale Möglichkeit um diese Schmerzen zu lindern oder ihnen Vorzubeugen ist die Stärkung der Fußmuskulatur. Wer also bei der Arbeit hauptsächlich sitzt, kann seinen Füßen durch barfuß laufen etwas Gutes tun.

Die meisten Läufer greifen bei Fehlstellungen Ihrer Füße direkt auf Einlagen zurück, um diese Fehlstellung auszugleichen. Die bekannteste Fehlstellung bei Läufern ist die sogenannte Pronation.

 

Doch was ist eine Pronation?

barfuß laufen

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Hier unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Formen. Am häufigsten tritt die Form der Überpronation auf. Hierbei kippt der Fuß beim Auftreten nach innen weg. Dieses Symptom tritt oft bei Laufanfängern auf und die Ursache ist häufig auch auf einen Senkfuß- oder Plattfuß zurückzuführen. Meist ist dies auch an den Laufschuhen zu sehen, da an der Innenseite eine stärkere Abnutzung zu beobachten ist.

Eine weitere Form ist die Supination (Unterpronation), welche jedoch seltener vorkommt. Hier kippt der Fuß nach außen weg.

 

Ich selbst halte jedoch von einem Ausgleich der Fehlstellungen mittels Einlagen nicht viel. Dadurch wird lediglich versucht die Fehlstellung des Fußes  auszugleichen, aber das eigentliche Problem der Muskelschwäche wird nicht behoben. Dabei kann man durch gezieltes Training bereits in kurzer Zeit eine deutliche Verbesserung der Fehlstellung erreichen.

Barfußlaufen ist die ideale Therapie für die Füße und bietet jedem die Möglichkeit die eigentliche Ursache des Problems zu beheben.


Doch warum Barfußschuhe zum barfuß laufen?

Je nach Untergrund kann man sich durch Dornen, Insekten, Metallteile, Scherben oder einfach nur spitze Steine schnell verletzen. Nicht nur das eine Verletzung schmerzt und für jeden unangenehm ist, für einen Sportler bedeutet dies meistens zwangsläufig einen Trainingsausfall und somit war die harte Arbeit zuvor oft umsonst.

Barfußschuhe sind daher optimal geeignet um das Gefühl des barfuß Laufens mit der Sicherheit eines Laufschuhs zu vereinen.

Viele Menschen haben auch oft nicht die nötige Zeit um gezielt Sport zu treiben. Wer jeden Tag über 8 Stunden im Büro ist und nebenher noch die Familie und den Alltag organisieren muss, sollte daher das Barfußlaufen in seinen Alltag einbinden. Für das Büro eignet sich hier besonders gut der Leguano Barfussschuh

        • Volle Bewegungsfreiheitbarfuß laufen
        • Unauffällig im Alltag
        • Rutschfeste Sohle für sicheren Halt
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Unterschied der Barfußschuhe zum herkömmlichen Laufschuh?

Die beiden größten Unterschiede von einem normalen Laufschuh zu einem Barfußschuh sind zum einen die Flexibilität und zum anderen die sogenannte Sprengung. Als Sprengung bezeichnet man die Erhöhung der Sohle im Fersenbereich im Vergleich zum Vorderfußbereich.

 

In der Vergangenheit konnte man beobachten, wie Laufschuhhersteller immer aufwendiger gestaltete Sohlen entwickelt haben. Von Gel-Sohlen über Luftkissen, ja sogar bis hin zu kleinen Sprungfedern im Fersenbereich. Der Ursprung in der Entwicklung dieser Dämpfungssysteme liegt darin, dass die Stoßenergie des Aufpralls beim Laufen abgefedert werden soll. So sollen Gelenke geschützt werden und zu große Belastungen für den Körper vermieden werden.

Diese Entwicklung ist jedoch äußerst bedenklich. Durch aufwendige Dämpfungssysteme und immer steifere und stabilere Laufschuhe, werden die Muskeln, Sehnen und Bänder des Fußes nicht mehr ausreichend beansprucht. Dies führt wiederum zu einem zu schwachen Längsgewölbe des Fußes und fördert somit wiederum die Bildung von Fußfehlstellungen. Viele Läufer glauben Ihrem Körper mit diesen Dämpfungssystemen etwas Gutes zu tun. Es ist jedoch keine Lösung für das Problem von Knieschmerzen und Co., sondern verschleiert diese nur, bis die Probleme später noch größer werden. Man könnte fast meinen die Entwickler möchten, dass ihre Dämpfungssysteme die Aufgaben der Füße übernehmen.

 

Warum ist barfuß laufen mit Barfußschuhen besser?

Die natürliche Fortbewegung des Menschen ist das barfuß laufen. Füße brauchen Bewegungsfreiheit, damit die Muskeln beansprucht werden und sich normal entwickeln können. Ist das Längsgewölbe des Fußes stark genug, dämpft dieses den Aufprall von selbst ab. Zudem kommt ein gesünderes Auftrittverhalten durch einen Barfußschuh. Bei einem herkömmlichen Laufschuh kommen die meisten Läufer zuerst mit der Ferse auf, weil Sie sich auf das Dämpfungssystem verlassen. Die Ferse bietet jedoch nur eine sehr kleine Fläche, um das gesamte Körpergewicht abzufangen. Zudem ist im Fersenbereich kein Muskel vorhanden um die harten Stöße abzufedern. Die Stöße werden somit über das Fersenbein direkt in die Knochenkette weitergegeben. Knochen, Gelenke und Wirbel werden dadurch aufeinander gestoßen und gestaucht. Die auch als Fersengang oder Hackengang bezeichnete Fortbewegungsart führt zu übermäßiger Gelenk- und Wirbelabnutzung, Beckenschiefständen, Wirbelsäulenschäden, Verspannungen von Nacken, Schulter und Rücken und vielem mehr. Mithilfe eines Barfußschuh‘s gehen die meisten Läufer jedoch über zum weitaus gesünderen Ballengang.

 

Was ist ein Ballengang?

Als Ballengang bezeichnet man die natürliche Fortbewegung des Menschen über den Vorderfuß. Hierbei wird die Aufprallenergie über die Muskeln des Vorderfußes an eine Muskelkette weitergegeben. Dies ist die natürliche Dämpfung der Füße. Laufschuhe mit Dämpfungssystem könnte man daher auch als eine Prothese für unterentwickelte Füße bezeichnen.

Die Verwendung von Barfußschuhen zum barfuß laufen in Verbindung mit dem Ballengang bringt somit einige positive Auswirkungen mit sich:

  • Vermeidung von Fußfehlstellungen
  • Harmonisierung des Nervensystems
  • Fördert die Durchblutung
  • Besseres Wohlbefinden
  • Harmonisiert den Bewegung- & Koordinationsablauf
  • Vorbeugung von Haltungsschäden irreparablen Gelenkschäden

 

Was sollte man als Anfänger beim barfuß laufen unbedingt beachten?

Das Barfußlaufen trainiert nicht nur die Fußmuskulatur sondern auch die Waden sehr viel intensiver. Am Anfang sollte man sich zunächst im Gehtempo an die Schuhe gewöhnen und dann erst mal abwarten wie der Körper auf die Schuhe und die damit einhergehende neue Gefühl reagiert. Ihr werdet euch über den neuartigen Muskelkater wundern, denn im Alltag werden viele dieser Muskeln nie beansprucht.

Wenn man später mit den ersten Laufeinheiten beginnen möchte, empfehle ich für den Anfang nur wenige hundert Meter am Tag. Später kann man sich an immer längere Etappen heran arbeiten. Ich empfehle den Barfußlaufschuh zunächst als Zweitschuh zu verwenden. Die Verträglichkeit des barfuß laufen für den Körper kommt natürlich auch insbesondere auf den individuellen Trainingszustand eines jeden einzelnen an. Man sollte sich jedoch nicht überschätzen. Ein abwechslungsreiches Training mit Laufschuhen und Barfußschuhen halte ich für das Beste. Bei meinen ersten Barfußläufen war nach einem Kilometer Schluss, obwohl ich zu der Zeit mit normalen Laufschuhen dazu in der Lage war einen Marathon zu laufen. Dies hat mir deutlich gemacht, wie untertrainiert manche Muskeln noch waren.

 

Welche sind die bekanntesten Marken von Barfußschuhen zum barfuß laufen?

Die bekanntesten Hersteller für Barfußschuhe sind Vibram, Merrell, Vivobarefoot, Leguano, Ballop, Adidas, Nike, Sole Runner und ZEMgear.

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Am bekanntesten sind wohl die Five Fingers von der Marke Virbam. Die Zehenschuhe bieten für jeden Zehen eine einzelne Kammer und werden daher auch oft als Handschuh für die Füße bezeichnet.
Hier sei unbedingt der beliebte FiveFingers Bikila Evo genannt. Dieser Schuh wurde speziell für die Einsatzzwecke Laufen, Marathon und Freizeit entwickelt. Der Laufschuh besitzt ein atmungsaktives und schnelltrocknendes Material und ist für Untergründe wie Asphalt, Kies und Waldboden geeignet.

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Welcher ist der richtige Barfußlaufschuh zum barfuß laufen für mich?

Auf dem Markt der Barfußschuhe sind mittlerweile sehr viele verschiedene Modelle zu finden. Man sollte zunächst überlegen, für welchen Einsatzzweck man den Schuh verwenden möchte. Wer die Barfußschuhe auch im Alltag tragen will, der tendiert eventuell eher zu einer unauffälligeren Variante. Auch für diesen Zweck kann man inzwischen aus einem vielfältigen Angebot wählen.

Für den sportlichen Einsatz ist grundsätzlich der Untergrund maßgeblich. Wer nur auf Asphalt läuft, kann zu einem sehr flexiblen Schuh aus weichem Material tendieren. Für diesen Einsatzzweck kann man auch Barfußsocken verwenden. Diese gleichen aufgrund von Ihrem Material und der Flexibilität schon eher einer Socke anstatt einem Laufschuh. Mehr Barfußgefühl geht wohl nicht.

Wer hingegen auch durch den Wald laufen möchte oder sogar eine Wurzeltrail in Angriff nehmen möchte, sollte hingegen auf äußerst strapazierfähiges Material achten. Da die Schuhe ansonsten durch Steine oder Äste schnell beschädigt werden könnten. Keine Angst, auch bei diesen Modellen kommt das Barfußgefühl nicht zur kurz.  Man sollte die Schuhe jedoch aufgrund Ihres Einsatzzwecks auswählen, so hat man länger Freude daran.

Hier eine Übersicht von Barfußschuhen mit einigen nützlichen Informationen

 

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